Am 5. Mai 2021 war es endlich soweit. Der damals erst 18-jährige Carlos Alcaraz durfte – ausgerechnet an seinem Geburtstag – zum ersten Mal in seiner Karriere in einem offiziellen Match gegen seinen Landsmann und sein Idol Rafael Nadal antreten. Auf den Sandplätzen von Madrid erwies sich der erfahrene Nadal als dem spanischen Supertalent (6:1, 6:2) einen Tick überlegen, doch Alcaraz eroberte dennoch von diesem Moment an die Herzen vieler Tennisfans. Diese erste Begegnung mit Alcaraz sollte sich als Auftakt zu einer – bereits jetzt – unglaublichen Karriere des Spaniers erweisen. Nur drei Jahre nach diesem Match gegen Nadal kann er bereits vier Grand-Slam-Titel vorweisen. Carlos Alcaraz gewann die US Open (2022), Wimbledon (2023 und 2024) und die French Open (2024). Zweifellos werden die Australian Open nun ebenfalls ganz oben auf seiner Liste stehen.
Name: Carlos Alcaraz
Nationalität: Spanisch
Geboren am: 5. Mai 2003
Tennishand: Rechts
Aktuelle ATP-Weltrangliste: 3
Carlos Alcaraz und Tennis sind untrennbar miteinander verbunden. Das spanische Ausnahmetalent stand bereits mit vier Jahren auf dem Tennisplatz. Alcaraz wurde in Murcia geboren und gab mit nur sechzehn Jahren sein Debüt auf der ATP Tour, nachdem er eine Wildcard für das Turnier in Rio de Janeiro – natürlich auf Sand – erhalten hatte. Er schied dort in der zweiten Runde gegen den Argentinier Federico Coria aus, und damals ahnte noch niemand, dass dieses „Sandmonster“ nur wenige Jahre später Titel um Titel gewinnen würde.
Stark auf allen Oberflächen
Inzwischen wissen wir es besser. Carlos Alcaraz ist weit mehr als nur ein Sandplatzspezialist. Alcaraz kann auf jedem Belag spielen. Nicht umsonst hat er bereits Grand-Slam-Turniere auf drei verschiedenen Belägen gewonnen: dem Hartplatz der US Open, dem heiligen Rasen von Wimbledon und dem Sandplatz von Roland Garros. Wo auch immer er spielt, zählt Alcaraz regelmäßig zu den Titelfavoriten. Nicht umsonst wurde er am 12. September 2022, im Alter von nur 19 Jahren, erstmals die Nummer eins der Welt. Dies geschah, nachdem er 2022 seinen ersten Grand-Slam-Sieg bei den US Open errungen hatte. Zuvor hatte er jedoch bereits eine Reihe beachtlicher Erfolge erzielt. So gewann er beispielsweise seinen ersten ATP-Titel auf dem Sandplatz von Umag in Kroatien, die ATP Next Gen Finals in Mailand 2021 und 2022 bereits die Turniere in Rio de Janeiro, Miami, Madrid und Barcelona.
Indian Wells, Queens und Wimbledon
Die meisten seiner Titel gewann er daher auf Sand, mit Ausnahme der Next Gen Finals und des Turniers in Miami. Umso spektakulärer war sein Sieg bei den US Open 2022, wo er Casper Ruud im Finale überzeugend bezwang. Doch damit nicht genug: 2023 bewies er erneut, dass er nicht nur auf Sandplätzen zu Hause ist. Neben den Sandplatzturnieren in Buenos Aires, Barcelona und Madrid gewann Alcaraz auch auf Hartplatz in Indian Wells. Der Höhepunkt des Jahres folgte in den Sommermonaten Juni und Juli. Mit seinem Sieg in Queens, London, zeigte der Spanier, dass er auch auf Rasen gut zurechtkommt, und setzte seine Erfolgsserie ein Turnier später in Wimbledon fort. Matteo Berrettini, Holger Rune und Daniil Medvedev wurden unter anderem souverän besiegt, sodass er im Finale auf den siebenmaligen Wimbledon-Sieger Novak Djokovic traf. Alcaraz gewann in fünf Sätzen und demonstrierte einmal mehr sein Weltklasse-Talent.
Das „Doppel“ im Jahr 2024
Unter der Anleitung seines Trainers Juan Carlos Ferrero, der selbst kurz nach Alcaraz' Geburt im Jahr 2003 die Weltrangliste anführte, setzte Alcaraz seine starke Form auch im neuen Jahr fort. Und wie! Er war erneut der Beste beim Turnier in Indian Wells und reihte sich kurz darauf in eine illustre Gruppe ein, indem er das legendäre Double aus French Open und Wimbledon direkt nacheinander gewann. Ein Kunststück, das bis dahin nur Rod Laver, Björn Borg, Rafael Nadal, Roger Federer und Novak Djokovic gelungen war. Und das ist noch lange nicht das Ende von Alcaraz' Karriere. Der Spanier ist erst 21 Jahre alt und hat bereits vier Grand-Slam-Titel gewonnen. Die Chancen stehen gut, dass er die Rekorde von Spielern wie Federer, Nadal und Djokovic angreifen wird.
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