Tennis gehört zu den wenigen Sportarten, bei denen Männer- und Frauentennis weltweit etwa gleich beliebt sind. Insbesondere in den letzten Jahrzehnten hat das Frauentennis ein enormes Wachstum erlebt, was zu immer mehr Zuschauern, höheren Preisgeldern und größerer Medienpräsenz geführt hat. Doch wie konnte sich das Frauentennis so entwickeln? Wer sind die großen Namen, die diesen Sport dominiert haben, und was bringt die Zukunft? In diesem Blog beleuchten wir den Aufstieg des Frauentennis und werfen einen Blick auf die wachsende Popularität des Sports.
Erste Teilnahmen an großen Tennisturnieren
Die Geschichte des Damentennis beginnt im späten 19. Jahrhundert, als Frauen erstmals an großen Tennisturnieren wie Wimbledon teilnahmen . Damals wurden Sportlerinnen oft verachtet, und Tennis galt eher als Freizeitbeschäftigung denn als ernsthafter Wettkampfsport. Dennoch zeigten einige Frauen – wie Lottie Dod, die Ende des 19. Jahrhunderts fünfmal in Wimbledon gewann –, dass auch Frauen auf dem Tennisplatz Großartiges leisten konnten.
Erst in den 1960er und 70er Jahren gelang dem Damentennis der Durchbruch. Legenden wie Billie Jean King trugen maßgeblich dazu bei. Dies gilt insbesondere für ihren Sieg über Bobby Riggs 1973 im legendären „Battle of the Sexes“, der sich als entscheidender Moment im Kampf für die Gleichberechtigung von Männern und Frauen im Sport erwies. Billie Jean King triumphierte: Sie besiegte ihren männlichen Gegner mit 6:4, 6:3 und 6:3 und bewies damit, dass sie Riggs in nichts nachstand.
Die WTA als treibende Kraft im Damentennis
Ein Schlüsselfaktor für das Wachstum des Damentennis war die Gründung der WTA (Women’s Tennis Association) im Jahr 1973. Sie war – und ist – der globale Verband, der für die Regulierung professioneller Tennisturniere für Frauen zuständig ist. Die WTA wurde von Billie Jean King in Zusammenarbeit mit anderen Tennisstars gegründet, die sich für die Gleichberechtigung im Sport einsetzten. Das Ziel, eine professionelle Turnierserie für Frauen zu schaffen, in der sie auf höchstem Niveau um faire Bezahlung spielen konnten, wurde schnell erreicht. Auch heute noch reguliert die WTA die meisten großen Turniere im Damentennis, und seit einigen Jahren gibt es sogar gleiche Preisgelder bei den Grand -Slam-Turnieren .
Wer hat die meisten Grand-Slam-Titel im Dameneinzel gewonnen?
Wie bei den Männern sind auch im Damentennis die Grand-Slam-Turniere – Australian Open, Roland Garros, Wimbledon und US Open – die wichtigsten Turniere. Es überrascht daher nicht, dass die Spielerinnen, die diese Turniere dominieren, als die größten und besten Tennisspielerinnen aller Zeiten gelten. Margaret Court ist mit 24 Titeln die erfolgreichste Spielerin bei Grand-Slam-Turnieren, dicht gefolgt von Serena Williams (23 Titel). Weitere Spielerinnen mit zahlreichen Grand-Slam-Titeln sind beispielsweise die Deutsche Steffi Graf (22 Titel) und die Tschechin Martina Navratilova (18 Titel). Diese Namen stechen auch in der Liste der Wimbledon-Siegerinnen hervor. Navratilova gewann neunmal in London, Williams holte sieben Titel auf dem heiligen Rasen, und auch Graf erwies sich sieben Mal als die Stärkste.
Wer dominiert die Weltrangliste der Frauen in den Niederlanden?
Die niederländischen Damen haben im Damentennis immer wieder Eindruck hinterlassen. So erreichte Brenda Schultz 1995 sowohl in Wimbledon als auch bei den US Open das Viertelfinale, und in jüngerer Zeit war es Kiki Bertens , die das niederländische Damentennis international bekannt machte. Bertens feierte mehrere Grand-Slam-Siege, kletterte bis auf Platz vier der Weltrangliste und erreichte 2016 das Halbfinale der French Open. Leider durchkreuzten gesundheitliche Probleme die Pläne der Tennisspielerin aus Wateringen, die ihre Profikarriere 2021 beendete.
Schaut man sich die aktuelle Weltrangliste der Damen in den Niederlanden an, wird sie von Arantxa Rus angeführt. Sie belegt derzeit Platz 77 der WTA-Weltrangliste. Auf Rus folgen in der niederländischen Rangliste Suzan Lamens, Arianne Hartono, Anouk Koevermans und Demi Tran. Michaëlla Krajicek, Annelin Bakker, Sarah Olff, Dilara Okur und Eva Vedder komplettieren die Top Ten der niederländischen Weltrangliste.
Eine lange Liste vielversprechender Namen im Damentennis
Die Zukunft des Damentennis sieht vielversprechend aus. Mit Spielerinnen wie Iga Swiatek, Aryna Sabalenka, Coco Gauff und Qinwen Zheng gibt es bereits zahlreiche (junge) Tennisspielerinnen, die zur nächsten Generation großartiger Tennisspielerinnen gehören. Auch deshalb wächst die Popularität des Damentennis stetig, und daran wird sich in den kommenden Jahren nichts ändern. Zum Zeitpunkt dieses Artikels führt die Belarussin Sabalenka die WTA-Weltrangliste an, gefolgt von Swiatek und Gauff. Weitere vielversprechende Spielerinnen in den Top Ten der Welt sind Elena Rybakina und Emma Navarro.
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