Alex de Minaur Sieger der regengepeitschten Libéma Open 2024
Alex de Minaur hat den Titel bei den Libéma Open 2024 gewonnen. Er tritt die Nachfolge von Tallon Griekspoor an, der das Turnier 2023 für sich entscheiden konnte. De Minaur, der aufgrund der Absage von Daniil Medvedev als Topgesetzter in das internationale Tennisturnier in Rosmalen ging, erwies sich im Finale als zu stark für seinen amerikanischen Gegner Sebastian Korda. Auch bei den Damen gab es im Vergleich zum Vorjahr eine neue Siegerin: Ekatarina Alexandrova gewann dieses Mal den Titel in Rosmalen, diesmal Liudmila Samsonova, die im Finale die Kanadierin Bianca Andreescu bezwang.
Anhaltender Regen verursacht Verzögerungen
Vom ersten Tag an hatten die Organisatoren der Libéma Open mit anhaltendem Regen zu kämpfen. Dies führte immer wieder zu erheblichen Spielplanänderungen. Dennoch kamen einige niederländische Tennisspieler gut mit den Wetterbedingungen zurecht, wenn überhaupt gespielt werden konnte. So gelang es Gijs Brouwer, Jakub Mensik in der ersten Runde zu besiegen, während Griekspoor sich schließlich in einem kräftezehrenden Marathonmatch gegen Miomir Kecmanovic durchsetzte. Weniger erfolgreich verlief die erste Runde für Botic van de Zandschulp und Tim van Rijthoven, der nach Verletzungen zurückkehrte. Van de Zandschulp verlor in drei Sätzen gegen Mackenzie McDonald, während Van Rijthoven gegen seinen belgischen Gegner Zizou Bergs unterlag.
Die Ergebnisse der niederländischen Tennisspielerinnen in der ersten Runde des Damenturniers waren ebenfalls sehr unterschiedlich. So hatte Arantxa Rus, die bestplatzierte Niederländerin der WTA-Weltrangliste, gegen Dalma Galfi (6:0/6:3) wenig ausrichten können, während Eva Vedder und Suzan Lamens ihr Können unter Beweis stellten. Vedder lieferte Andreescu einen harten Kampf und verlor erst nach drei Sätzen, während Lamens sich sogar für die zweite Runde qualifizierte. Die Niederländerin kämpfte sich nach verlorenem ersten Satz beeindruckend zurück und setzte sich schließlich in ihrem Match gegen Bernarda Pera durch. Eine Runde später traf die Spielerin aus Berkel en Rodenrijs auf Naomi Osaka, die sich als etwas überlegen erwies (6:2/6:2).
Das Turnier endete für den ehemaligen Finalisten Thompson schnell.
Zu diesem Zeitpunkt war Jordan Thompson, der Vorjahresfinalist des Tennisturniers in Rosmalen, bereits ausgeschieden. Der Australier traf auf Milos Raonic und musste die Libéma Open nach nur zwei Sätzen verlassen. Eine Runde später traf Griekspoor auf McDonald und Brouwer spielte gegen den ehemaligen Sieger Adrian Mannarino. Beide Niederländer gewannen ihre Matches und qualifizierten sich damit für das Viertelfinale des Rasenturniers. Dort trafen sie auf De Minaur, Raonic, Ugo Humbert, Aleksandar Vukic, Korda und Tommy Paul. Karen Khachanov, der zu den Top 20 der Weltrangliste gehörte, war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr im Wettbewerb. Er war im Achtelfinale gegen den Australier Vukic ausgeschieden.
Lieblings-Pegula wurde überraschend schnell eliminiert
Jessica Pegula schied überraschend im Achtelfinale aus. Die Weltranglistenfünfte, die als Topgesetzte beim Libéma Open galt, reiste als große Favoritin zum Tennisturnier nach Rosmalen, scheiterte aber schnell an Aleksandra Krunic, die in der WTA-Weltrangliste rund vierhundert Plätze hinter Pegula rangiert. Spielerinnen wie Samsonova, Andreescu, Osaka, Titelverteidigerin Alexandrova und die Belgierin Greet Minnen erreichten das Viertelfinale – mit unterschiedlichem Erfolg: Andreescu besiegte Osaka, Alexandrova zog mit einem Sieg über Robin Montgomery ins Halbfinale ein, und Samsonova schlug Minnen.
Griekspoor erreicht das Halbfinale der Libéma Open
Im Viertelfinale der Herren hatten die niederländischen Tennisspieler mit Griekspoor und Brouwer zwei Trümpfe in der Hinterhand, die dafür sorgten, dass der Titel zum dritten Mal in Folge an einen Landsmann ging. Obwohl Brouwer den ersten Satz gegen Humbert (ATP-16) souverän gewann, musste er sich letztendlich seinem französischen Gegner geschlagen geben. Bei Griekspoor verlief es genau umgekehrt: Der Nordholländer verlor zwar den ersten Satz, kämpfte sich aber zurück ins Match und sicherte sich kurz darauf seinen Platz im Halbfinale.
Für den Titelverteidiger reichte es jedoch nicht zum Finaleinzug: Korda erwies sich im Halbfinale der Libéma Open als der bessere Spieler und traf im Finale auf Alex de Minaur, der Humbert in seinem Halbfinale besiegt hatte. Auch bei den Damen schied die Siegerin der letzten Libéma Open 2024 im Halbfinale aus. Alexandrova verlor gegen Samsonova, die anschließend im Finale auf Andreescu traf. Sie hatte ihr Halbfinale gegen Galfi gewonnen.
Am letzten Tag kein Regen
Zum Glück für die Organisatoren und Zuschauer der Libéma Open 2024 regnete es am letzten Tag auf dem Autotron-Gelände weniger. Daher konnten sowohl das Herren- als auch das Damenfinale wie gewohnt stattfinden. Das Herrenfinale war recht einseitig: De Minaur erwies sich schnell als zu stark für Korda, sodass der topgesetzte Australier nach anderthalb Stunden Tennis in Rosmalen bereits den Pokal in den Händen hielt: 6:2, 6:2.
Das Finale des Damenturniers war deutlich spannender. Andreescu gewann den ersten Satz mit 6:4, woraufhin Samsonova (WTA-15) alles geben musste, um das Spiel noch zu drehen. Und es gelang ihr: Sie gewann den zweiten Satz mit 6:3 und sicherte sich anschließend mit einem 7:5-Sieg im dritten Satz den Gesamtsieg. Mit De Minaur und Samsonova hat das Libéma Open somit zwei neue Siegerinnen in seiner Siegerliste.
Alle Gewinner der Libéma Open 2024
Herren-Einzel: Alex de Minaur
Dameneinzel: Liudmila Samsonova
Herren-Doppel: Nathaniel Lammons und Jackson Withrow
Damen-Doppel: Ingrid Neel und Bibiane Schoofs
Mehr Artikel




