Miami Open 2023
Während die BNP Paribas Open – auch bekannt als Indian Wells – gerade erst zu Ende gegangen waren, stand mit den Miami Open 2023 bereits ein neues ATP-1000-Turnier in den Startlöchern. Selbstverständlich war der frischgebackene Weltranglistenerste und Indian-Wells-Sieger Carlos Alcaraz in Miami vertreten, und mit Namen wie Daniil Medvedev, Stefanos Tsitsipas, Andrey Rublev und Alexander Zverev war auch ein Großteil der übrigen Weltelite auf der Teilnehmerliste vertreten. Novak Djokovic (der aufgrund fehlender Impfung nicht in die USA einreisen durfte) und Rafael Nadal (verletzungsbedingt) fehlten bei diesem prestigeträchtigen Turnier.
Die Niederlande konnten beim Herrenturnier der Miami Open 2023 nur auf einen Trumpf setzen. Lediglich Botic van de Zandschulp (Nr. 26 der Setzliste) stand im Aufgebot, da Tallon Griekspoor das Turnier ausließ, um sich zu erholen. Van de Zandschulp qualifizierte sich dank eines Freilos direkt für die zweite Runde und traf dort auf Alexei Popyrin, den er in drei Sätzen besiegte. In der dritten Runde sorgte unser Landsmann dann für eine große Überraschung, indem er den an Nummer drei gesetzten Norweger Casper Ruud mit 3:6, 6:4, 6:4 bezwang. Leider erwies sich Emil Ruusuvuori eine Runde später als zu stark für Van de Zandschulp, der somit im Achtelfinale der Miami Open 2023 ausschied.
Highlights der Miami Open 2023
Während Van de Zandschulp das Achtelfinale erreichte, war das Turnier für einige große Namen deutlich früher beendet. Dusan Lajovic erwies sich in der ersten Runde als zu stark für Andy Murray, und auch Zverev musste in seinem ersten Match eine sofortige Niederlage einstecken. Der Deutsche verlor mit einem deutlichen 6:0/6:4 gegen seinen japanischen Gegner Taro Daniel. Weitere Überraschungen in der zweiten Runde waren das Ausscheiden des Briten Cameron Norrie, des Australiers Alex de Minaur und des Italieners Matteo Berrettini. Sie scheiterten an Gregoire Barrere, Quentin Halys bzw. Mackenzie McDonald.
Wie bereits erwähnt, bedeutete die dritte Runde für Ruud das Aus, nachdem Van de Zandschulp einen beeindruckenden Sieg errungen hatte. Doch mit dem Norweger fiel in dieser Runde auch für weitere hochrangige Spieler der Vorhang. Frances Tiafoe beispielsweise konnte Lorenzo Sonego nicht bezwingen, Hubert Hurkacz musste sich Adrian Mannarino geschlagen geben, und Felix Auger-Alliasime wurde vom Argentinier Francisco Cerundolo überrascht. Cerundolo, die Nummer 33 der Welt, benötigte nur zwei Sätze, um den jungen Kanadier mit 6:2/7:5 zu bezwingen.
Beeindruckende Siege für Jannik Sinner
Das Achtelfinale bot gleich zu Beginn einige interessante Partien. Taylor Fritz (ATP-10) besiegte Holger Rune, die Nummer acht der Welt und ebenfalls unter den Top Ten, und der Italiener Jannik Sinner konnte Rublev bezwingen. Tsitsipas, die Nummer drei der Welt und an Position zwei gesetzt, musste Karen Khachanov (ATP-11) schlagen, um ins Viertelfinale einzuziehen. Doch der großgewachsene Russe behielt in diesem direkten Duell die Oberhand und erreichte damit das Viertelfinale der Miami Open 2023.
Der Weltranglistenerste Alcaraz besiegte Fritz im Viertelfinale, während Sinner, Medvedev und Khachanov Ruusuvuori, Cristopher Eubanks bzw. Cerundolo bezwangen. Alle Viertelfinalspiele wurden in zwei Sätzen entschieden, sodass man auf spannendere Halbfinals hoffte – und diese Hoffnung erfüllte sich. Medvedev traf auf seinen Landsmann Khachanov und gewann 7:5, 3:6, 6:3, während das andere Halbfinale zwischen den Superstars Alcaraz und Sinner ausgetragen wurde. In einem über dreistündigen Match voller sehenswerter Ballwechsel behielt Sinner schließlich die Oberhand und zog damit ins Finale der Miami Open 2023 ein, wo er auf Medvedev trifft.
Miami Open 2023 Finale
Für Medvedev war das Finale in Miami sein fünftes (!) Finale im Jahr 2023, nachdem er zuvor bereits in Rotterdam, Dubai und Doha triumphiert hatte. Auch Sinner hatte in diesem Jahr bereits beim Turnier in Montpellier einen Sieg errungen, sodass es ein Duell zweier formstarker Spieler wurde. Im Finale der Miami Open 2023 gelang Sinner das erste Break, doch da Medvedev zweimal Sinners Aufschlagspiel gewann, sicherte sich der Russe schließlich den ersten Satz (7:5). Als Medvedev im zweiten Satz nachsetzte und schnell mit 3:1 in Führung ging, war die Partie für Sinner entschieden, und Medvedev konnte sich schließlich mit einem 7:5/6:3-Sieg seinen vierten ATP-Titel des Jahres 2023 sichern.
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