Alexei Popyrin sorgte für eine überraschende Sensation, indem er die Toronto Open 2024 gewann. Der junge Australier war nicht zu stoppen und besiegte eine Reihe namhafter Spieler, bevor er im Finale auf den Russen Andrey Rublev traf. Auch dieses Match konnte Popyrin für sich entscheiden (6:2, 6:4) und sicherte sich damit den Titel bei den prestigeträchtigen Toronto Open 2024 – auch bekannt als National Bank Open. Im Damenturnier verteidigte Jessica Pegula erfolgreich ihren Titel von 2023. Die Amerikanerin war ihrer Gegnerin Amanda Anisimova im Finale in drei Sätzen (6:3, 2:6, 6:1) überlegen. 

 

Turnier der Überraschungen 

Es wurde schnell deutlich, dass diese Ausgabe der Toronto Open ein Turnier der Überraschungen werden konnte. Daniil Medvedev (gegen Alejandro Davidovich Fokina) und Stefanos Tsitsipas (gegen Kei Nishikori) schieden bereits in der zweiten Runde aus, während auch andere Größen wie Tommy Paul, Taylor Fritz und Ben Shelton in dieser Phase des Turniers ihre Koffer packen mussten. Tallon Griekspoor, der einzige Niederländer im Teilnehmerfeld der National Bank Open, war zu diesem Zeitpunkt bereits ausgeschieden. In der ersten Runde verlor der Nordholländer in drei Sätzen gegen seinen italienischen Gegner Lorenzo Sonego, der selbst eine Runde später ebenfalls ausschied. 

Auch im Damenturnier waren einige große Namen bereits zu diesem Zeitpunkt aus dem Titelrennen ausgeschieden. Ons Jabeur verlor in der ersten Runde deutlich gegen Naomi Osaka, und eine Runde später war das Turnier für Daria Kasatkina, Madison Keys und Elina Svitolina ebenfalls beendet. Sie verloren ihre Spiele gegen Anisimova, Peyton Stearns bzw. Marta Kostyuk und konnten sich somit frühzeitig auf ihr nächstes Turnier vorbereiten. 

 

Gauff und Sinner werden getötet 

Auch in der dritten Runde gab es einige große Überraschungen. Coco Gauff verlor glatt in zwei Sätzen gegen Diana Shnaider, Taylor Townsend deklassierte Jelena Ostapenko, und im Herrenturnier war Popyrin zu stark für den Bulgaren Grigor Dimitrov. Als ob das nicht genug wäre, schied auch die Nummer eins der Welt, Jannik Sinner, eine Runde später im Viertelfinale aus. Der Italiener, der als Topgesetzter der Toronto Open angetreten war, unterlag Rublev. 

In jedem Fall gab es im Viertelfinale viele Überraschungen. So unterlag Alexander Zverev in dieser Phase der National Bank Open Sebastian Korda, Popyrin konnte Hubert Hurkacz besiegen, und Aryna Sabalenka schied nach einer deutlichen Niederlage gegen Anisimova aus dem Damenturnier aus. Durch diese Entwicklungen erreichten Korda, Popyrin, Rublev und Matteo Arnaldi das Halbfinale der Herren, während Anisimova, Emma Navarro, Pegula und Shnaider die letzten vier verbliebenen Damen für die Toronto Open 2024 stellten. 

 

Relativ schnelle Halbfinals bei den National Bank Open 

Die Halbfinals verliefen allerdings wenig spannend. Rublev besiegte Arnaldi in gut einer Stunde, während Popyrin seine gute Form erneut unter Beweis stellte und Korda in zwei Sätzen bezwang. Bei den Damen gewann Pegula mit 6:4, 6:3 gegen Shnaider, und Anisimova war die Einzige, die über drei Sätze kämpfen musste, um ins Finale einzuziehen. Navarro leistete erbitterten Widerstand, doch letztendlich konnte Anisimova nach fast zwei Stunden Tennis den Sieg erringen. Somit standen sich im Damenfinale die Titelverteidigerin Pegula und Anisimova gegenüber, während im Herrenfinale Rublev und Popyrin aufeinandertrafen. 

 

Endgültige Siege für Pegula und Popyrin 

Das Damenfinale war hart umkämpft. Den ersten Satz sicherte sich Pegula relativ souverän mit 6:3, woraufhin ihre Landsfrau im zweiten Satz mit 6:2 die Kontrolle zu übernehmen schien. Doch dann wendete sich das Blatt: Pegula gewann den entscheidenden Satz mit 6:1 und holte sich damit zum zweiten Mal in Folge den Titel bei den Toronto Open 2024. Nach dem Rasenturnier in Berlin war es der zweite WTA-Titel des Jahres für die 30-jährige Amerikanerin, die aktuell die Nummer sechs der Weltrangliste ist. 

Nachdem er Tomas Machac, Shelton, Dimitrov, Hurkacz und Korda nacheinander besiegt hatte, traf Popyrin im Finale auf Rublev. Auch Rublev spielte bis einschließlich des Halbfinals ein überzeugendes Turnier, sodass ein spannendes Finale zu erwarten war. Doch es kam ganz anders. Während Popyrin hervorragend aufschlug, verlor Rublev die Nerven, was letztendlich zu einem 6:2, 6:4-Sieg für den Weltranglistendreißigsten Popyrin führte. Der Titel bei den Toronto Open 2024 war der größte Erfolg seiner Karriere, die nun nach Singapur und Umag seinen dritten Titel umfasst. 

Gewinner der Toronto Open 2024
Herreneinzel : Alexei Popyrin
Damen-Einzel : Jessica Pegula
Herrendoppel : Marcel Granollers und Horacio Zeballos
Damendoppel : Gabriela Dabrowski und Erin Routliffe 

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