Bei den Australian Open 2023 der Damen galt Iga Swiatek als klare Favoritin. Allerdings standen zahlreiche Spielerinnen auf der Nennliste, die der Polin das Leben schwer machen konnten. So waren beispielsweise Aryna Sabalenka, Ons Jabeur und die formstarke Caroline Garcia, die gerade die WTA Finals gewonnen hatte, in Melbourne dabei. Hinzu kamen Außenseiterinnen wie Wimbledon-Siegerin Elena Rybakina, Jessica Pegula und das Ausnahmetalent Coco Gauff – ein großes Feld potenzieller Siegerinnen also.
Die Siegerinnen der letzten beiden Jahre, Ashleigh Barty (2022) und Naomi Osaka, fehlten, da die Australierin ihre Karriere beendet hatte und die Japanerin schwanger war. Auch Paula Badosa (Verletzung) und Simona Halep (Dopingsperre) waren nicht dabei. Eine Spielerin, die jedoch nicht fehlte, war die Niederländerin Arianne Hartono. Nach ihrem Debüt 2022 durfte sie dieses Jahr zum zweiten Mal in Melbourne teilnehmen, doch für sie war das Turnier bereits nach der ersten Runde beendet. Shelby Rogers erwies sich als zu stark für Hartono und gewann 6:4, 6:3.
Highlights der Australian Open 2023
Obwohl die beiden ehemaligen Siegerinnen Barty und Osaka fehlten, brachte die Auslosung gleich in der ersten Runde ein Duell zweier ehemaliger Gewinnerinnen hervor. Viktoria Azarenka, Gewinnerin der Australian Open 2012 und 2013, besiegte Sofia Kenin (Siegerin 2020). Auch für Daria Kasatkina war die erste Runde das Aus. Die russische Weltranglistenachte wurde von ihrer Landsfrau Varvara Gracheva mit 6:1, 6:1 deutlich geschlagen. Zudem scheiterten die gesetzten Spielerinnen Beatriz Haddad-Maia, Martina Trevisan, Marie Bouzkova, Amanda Anisimova und Kaia Kanepi ebenfalls in der ersten Runde an ihren Gegnerinnen.
Die zweite Runde erwies sich für einige Topspielerinnen als herber Rückschlag. So musste sich beispielsweise die an Nummer zwei gesetzte Ons Jabeur Marketa Vondrousova geschlagen geben, und auch Größen wie Veronika Kudermetova und Petra Kvitova schieden aus dem Turnier aus. In der dritten Runde folgten ihnen Maria Sakkari, Madison Keys und Danielle Collins – die Finalistin von 2022 –, wodurch der Weg ins Finale unter anderem für Swiatek und Sabalenka frei wurde. Zumal nur noch sechzehn Spielerinnen im Achtelfinale vertreten sind.
Rybakina überrascht Swiatek
Rybakina hatte jedoch andere Pläne und sorgte im Achtelfinale für eine große Überraschung, indem sie die polnische Turniersiegerin in zwei Sätzen mit 6:4, 6:4 nach Hause schickte. Die Kasachin gab ihr eigenes Aufschlagspiel nur zweimal ab und konnte der großen Titelfavoritin viermal ein Spiel abringen. Anschließend besiegte Rybakina auch Elena Ostapenko und zog damit ins Halbfinale ein, wo sie auf Azarenka, Sabalenka und – die wohl bekannteste Spielerin – Magda Linette trifft. Linette zeigte eine besonders beeindruckende Leistung, da sie auf ihrem Weg ins Halbfinale unter anderem Anett Kontaveit, Yekaterina Alexandrova und Garcia ausgeschaltet hatte.
Das Finale erwies sich jedoch als zu große Hürde für die 30-jährige polnische Routinierin, die Sabalenka mit 7:6, 6:2 unterlag. Im Halbfinale trafen Rybakina und Azarenka aufeinander, wobei Rybakina sich schließlich in zwei Sätzen mit 7:6, 6:3 durchsetzte. Damit kam es zum Finale zwischen der 24-jährigen Sabalenka und der 23-jährigen Rybakina.
Finale der Australian Open 2023
Das Finale der Australian Open 2023 der Damen entwickelte sich zu einem langen und packenden Match, das in beide Richtungen hätte kippen können. Im ersten Satz gelang es Rybakina, den Aufschlag der Belarussin zweimal zu durchbrechen, während ihrer Gegnerin nur ein Break gelang (6:4). In den beiden folgenden Sätzen dominierten beide Spielerinnen mit ihrem Aufschlag, und nur Sabalenka schaffte es, den Aufschlag ihrer Gegnerin einmal zu durchbrechen. Die Sätze endeten somit 6:3 und 6:4 für Sabalenka. Damit sicherte sich Sabalenka die Australian Open 2023 und feierte nach elf WTA-Titeln ihren ersten Grand-Slam-Sieg.
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