Das Damenturnier der BNP Paribas Open 2023 wartete mit einem unglaublich starken Teilnehmerfeld auf. Die gesamte Weltrangliste der Top Ten reiste nach Amerika, um am Turnier in Indian Wells teilzunehmen. Iga Swiatek, die topgesetzte Spielerin und Siegerin von 2022, galt natürlich als unangefochtene Favoritin. Die Polin sah sich jedoch starker Konkurrenz ausgesetzt, darunter Spielerinnen wie Ons Jabeur, Caroline Garcia, Jessica Pegula, die junge Coco Gauff, die frischgebackene Australian-Open-Siegerin Aryna Sabalenka und die formstarke Elena Rybakina.
Zudem standen auf der Teilnehmerliste einige erfahrene Spielerinnen wie Petra Kvitova und die ehemalige Siegerin Viktoria Azarenka (2012 und 2016), mit denen man rechnen musste. Doch der Belarussin Azarenka wurde schnell klar, dass sie sich in diesem Jahr keine Sorgen um den Titel machen musste. Sie schied in der zweiten Runde gegen Karolina Muchová aus. Zu diesem Zeitpunkt war bereits Arantxa Rus, die einzige Niederländerin im Hauptfeld der BNP Paribas Open 2023, ausgeschieden. Camila Giorgi hatte sich in der ersten Runde als zu stark für unsere Landsfrau erwiesen und mit 6:3, 6:3 gewonnen.
Highlights der BNP Paribas Open 2023 für Frauen
Auch Danielle Collins schied in der ersten Runde der BNP Paribas Open 2023 aus. Die Weltranglisten-31. unterlag Dalma Galfi (WTA-80) in zwei Sätzen. Da viele gesetzte Spielerinnen in der ersten Runde ein Freilos hatten, gab es keine weiteren Überraschungen. Die zweite Runde verlief jedoch ganz anders. Wie bereits erwähnt, warf Muchová die ehemalige Turniersiegerin Azarenka aus dem Turnier, und auch Belinda Bencic musste die Heimreise antreten. Die Schweizerin, die Nummer neun der Weltrangliste, konnte ihrer Favoritenrolle gegen ihre Landsfrau Jill Teichman nicht gerecht werden. Zudem schieden Liudmila Samsonova (die in drei Sätzen gegen Bernarda Pera verlor) und Madison Keys (die gegen Sorana Cristea aufgab) aus.
Eine Runde später war auch für die an Nummer vier gesetzte Ons Jabeur das Turnier beendet. Marketa Vondrousova erwies sich als unerwartete Stolperfalle: 7:6, 6:4. Auch Kasatkina (WTA-8) musste sich bald auf ihr nächstes Turnier vorbereiten. Wie schon bei den Australian Open 2023, als die Russin gegen ihre Landsfrau Varvara Gracheva (WTA-66) scheiterte, wiederholte sich dies in Indian Wells. Die Britin Emma Raducanu hingegen feierte in der dritten Runde einen gelungenen Sieg gegen die an Nummer dreizehn gesetzte Beatriz Haddad Maia.
Rybakina war erneut zu stark für Swiatek
Nachdem Cirstea bereits Keys aus dem Turnier geworfen hatte, erwies sich die Rumänin im Achtelfinale auch für die an Nummer fünf gesetzte Garcia als zu stark. Auch für die an Nummer drei gesetzte Pegula war in dieser Runde Schluss. Nach drei Sätzen musste sie sich Kvitova geschlagen geben, die sich damit für das Viertelfinale qualifizierte. Für die Tschechin war dies jedoch das Aus, denn Maria Sakkari war zu stark. Sakkari erreichte somit zusammen mit Swiatek, Rybakina und Sabalenka das Halbfinale der BNP Paribas Open 2023. Im Halbfinale besiegte Sabalenka Sakkari mit 6:2, 6:3, während Rybakina mit dem Ausscheiden von Swiatek für eine weitere Überraschung sorgte. Die Kasachin hatte zwar bereits einen Monat zuvor die Weltranglistenerste bei den Australian Open ausgeschaltet, doch nun machte sie kurzen Prozess mit Swiatek: 6:2, 6:2.
BNP Paribas Open 2023 Damenfinale
Das Finale im Dameneinzel der BNP Paribas Open 2023 stand sich somit zwischen Rybakina und Sabalenka gegenüber – eine Wiederholung des Finales der Australian Open Anfang des Jahres. In jenem Finale hatte sich die Belarussin Sabalenka letztendlich als die stärkere Spielerin erwiesen, und Rybakina wollte dies ganz offensichtlich nicht noch einmal zulassen. Der erste Satz war von Beginn an hochspannend, endete im Tiebreak und dauerte fast anderthalb Stunden. Rybakina gewann den Tiebreak schließlich mit 13:11 und kam damit ihrem vierten WTA-Titel einen Schritt näher. Im zweiten Satz setzte sie ihre gute Form fort und schaffte es, Sabalenkas Aufschlag sofort zu durchbrechen und schnell mit 3:1 in Führung zu gehen. Diese Führung gab sie nicht mehr ab und gewann den Satz mit 6:4. Damit sicherte sie sich den Titel und ihren ersten Sieg bei einem WTA-1000-Turnier.
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