In den vergangenen zehn Ausgaben erreichten nicht weniger als vierzehn (!) verschiedene Frauen das Finale der French Open, weshalb es bis zum Schluss spannend blieb, wer den Titel bei den French Open 2023 mit nach Hause nehmen würde. Die große Favoritin war natürlich die Weltranglistenerste Iga Swiatek , die das Turnier bereits zweimal gewonnen hatte (2020 und 2022). Doch mit der gesamten Top Ten der Weltrangliste und ehemaligen Roland-Garros-Finalistinnen wie Jelena Ostapenko, Sloane Stephens, Marketa Vondrousova und Barbora Krejcikova gab es zahlreiche Anwärterinnen.

Was das niederländische Team betrifft, gab es bei den French Open 2023 einen Trumpf im Ärmel: Arantxa Rus, die aktuell bestplatzierte Niederländerin, qualifizierte sich für das Hauptfeld und traf daher in der ersten Runde auf Julia Grabher. Es sollte sich als ein Match herausstellen, von dem Rus zweifellos mehr erwartet hatte, denn nach anderthalb Stunden war das Turnier für die Niederländerin bereits entschieden. Grabher, die Nummer 61 der Welt, erwies sich als zu stark für ihre Landsfrau und gewann 6:2, 6:3.

Highlights der French Open 2023

Dass das Damenturnier der French Open 2023 erneut voller Überraschungen war, zeigte sich bereits in der ersten Runde. Eine gesetzte Spielerin nach der anderen schied in dieser Phase des Turniers aus. Allein fünf Spielerinnen aus den Top 15 der Setzliste mussten die French Open 2023 in der ersten Runde verlassen. So verlor beispielsweise Maria Sakkari (WTA-8) gegen Karolina Muchova, Krejcikova (WTA-13) unterlag Lesia Tsurenko, und Elina Avanesyan konnte Belinda Bencic (WTA-12) in drei Sätzen bezwingen. Auch für Petra Kvitova (WTA-10) bedeutete die erste Runde nach einer Niederlage gegen Elisebetta Cocciaretto das Aus. Ebenso endete das Turnier für Veronika Kudermetova und Viktoria Azarenka, die unter anderem gegen Anna Karolina Schmiedlova bzw. Bianca Andreescu verloren.

Für Caroline Garcia war es bereits in der nächsten Runde vorbei. Die Französin unterlag in ihrem Heimatland Anna Blinkova in drei Sätzen. Madison Keys (WTA-20) schied überraschend gegen Kayla Day aus, und die ehemalige Finalistin Ostapenko verlor gegen Peyton Stearns. Eine Runde später, in der dritten Runde, mussten sich die an Nummer drei und vier gesetzten Spielerinnen der French Open 2023 verabschieden. Die Belgierin Elise Mertens war zu stark für Jessica Pegula (WTA-3) und gewann 6:1, 6:3, während Elena Rybakina, die Nummer vier der Setzliste, ihr Match gegen Sara Sorribes Tormo unerwartet absagen musste. Rybakina, die 2023 bereits in Indian Wells und Rom gewonnen hatte, war krank und nicht fit genug für einen Einsatz.

Svitolinas starkes Comeback

Unterdessen erreichte Elina Svitolina das Achtelfinale und war damit noch im Turnier. Die ehemalige Top-Ten-Spielerin feierte nach ihrer Schwangerschaft ihr Comeback und bewies bei den French Open 2023, dass sie immer noch gutes Tennis spielen kann. Svitolina war unter anderem für Storm Hunter, Blinkova und Daria Kasatkina zu stark und traf im Viertelfinale auf Aryna Sabalenka. Die Belarussin war in dieser Begegnung überlegen und gewann mit 6:4, 6:4. Auch Muchova setzte sich in derselben Runde gegen Anastasia Pavlyuchenkova durch, Swiatek gewann ihr Match gegen Coco Gauff und Beatriz Haddid-Maia besiegte die Tunesierin Ons Jabeur. Somit standen sich im Halbfinale Sabalenka und Muchova sowie Haddid-Maia und Swiatek gegenüber.

Während Swiatek ihre brasilianische Gegnerin in gut zwei Stunden Tennis bezwang, entwickelte sich das Duell zwischen Sabalenka und Muchova zu einem echten Krimi. Überraschenderweise ging der erste Satz im Tiebreak an die Tschechin Muchova, während Sabalenka den zweiten Satz – ebenfalls im Tiebreak – für sich entschied. Sabalenka, die haushohe Favoritin, ging im entscheidenden Satz mit 5:2 in Führung und schien dem Sieg entgegenzusteuern, doch Muchova hatte andere Pläne. Die Tschechin wehrte einen Matchball ab, gewann fünf Spiele in Folge (7:5) und konnte sich nach über drei Stunden Tennis dank eines beeindruckenden Sieges über die formstarke Sabalenka als Finalistin der French Open 2023 bezeichnen.

Finale der French Open 2023

Das Finale der French Open 2023 zwischen Swiatek und Muchova war ebenfalls ein Augenschmaus. Obwohl Swiatek den ersten Satz souverän mit 6:2 gewann, kämpfte sich Muchova zurück ins Match und gewann den zweiten Satz mit 7:5. Ein dritter und entscheidender Satz musste über den Titelgewinn bei den French Open 2023 entscheiden. Muchova schien entschlossen, den Sieg zu sichern und ging im entscheidenden Satz schnell mit 2:0 in Führung. Doch Swiatek – die langjährige Weltranglistenerste – gab sich damit nicht zufrieden und kämpfte sich zurück. Sie drehte den Rückstand in eine 3:2-Führung, geriet zwischenzeitlich erneut in Rückstand (3:4), war aber in den entscheidenden Momenten die bessere Spielerin und sicherte sich mit dem 6:4-Sieg im dritten Satz ihren dritten French-Open-Titel.

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