Vondrousova gewinnt Titel in Wimbledon 2023

Marketa Vondrousova hat Wimbledon 2023 gewonnen. Im Finale war die Tschechin für Ons Jabeur zu stark und gewann mit 6:4, 6:4. Es ist Vondrousovas erster Sieg bei diesem prestigeträchtigen Turnier. Das ist eine beeindruckende Leistung, insbesondere angesichts des hochkarätigen Teilnehmerfelds beim Wimbledon-Damenturnier 2023. Die gesamte Weltrangliste der Top 20 war in Großbritannien vertreten, um den Titel zu erringen.

Von der Weltranglistenersten Iga Swiatek bis zur mehrfachen Siegerin Petra Kvitova und von Venus Williams bis zur Titelverteidigerin Elena Rybakina: Der Wettbewerb war hart umkämpft. Für die niederländischen Teilnehmerinnen sah es hingegen weniger rosig aus. Keiner ihrer Landsfrauen gelang die direkte Qualifikation für das Hauptturnier, und Arantxa Rus, Arianne Hartono, Lesley Pattinama Kerkhove und Bibiane Schoofs schieden bereits in der Qualifikation aus.

Wimbledon 2023 – Highlights des Damenturniers

Das Spektakel im Damenturnier von Wimbledon 2023 auf dem heiligen Rasen begann früh, als Coco Gauff (WTA-7) bereits in der ersten Runde ausschied. Die junge Amerikanerin spielte gegen ihre Landsfrau Sofia Kenin und unterlag nach drei Sätzen. Auch für einige andere gesetzte Spielerinnen erwies sich die erste Runde als Herausforderung. Maria Sakkari (WTA-8) verlor ihr Auftaktmatch gegen Marta Kostyuk, die relativ unbekannte Natalija Stevanovic (WTA-225) war zu stark für die ehemalige Finalistin Karolina Pliskova, und Liudmila Samsonova konnte Ana Bogdan nicht bezwingen.

Die zweite Runde erwies sich für die gesetzten Spielerinnen als weniger problematisch, auch wenn Jelena Ostapenko und Veronika Kudermetova das sicherlich anders sehen werden. Die Lettin verlor in drei Sätzen gegen Sorana Cirstea, während Kudermetova gegen Vondrousova unterlag. Vondrousova hatte offenbar Blut geleckt, denn eine Runde später war sie auch für die an Nummer 20 gesetzte Donna Vekic zu stark. Viktoria Azarenka war in ihrem Match gegen die an Nummer 11 gesetzte Daria Kasatkina die bessere Spielerin, und Marie Bouzkova eliminierte die an Nummer 5 gesetzte Caroline Garcia. Nach über zweieinhalb Stunden und drei Sätzen ging der Sieg schließlich an die Tschechin: 7:6, 4:6, 7:5.

Für Swiatek fällt der Vorhang vorzeitig.

Eine große Überraschung im Achtelfinale war die Teilnahme von Mirra Andreeva. Es wäre jedoch nicht verwunderlich gewesen, wenn die 16-Jährige kurz darauf ebenfalls ins Viertelfinale eingezogen wäre. Andreeva traf im Achtelfinale auf die erfahrene Madison Keys, führte mit 3:6 und 0:3, musste sich der Amerikanerin aber letztendlich geschlagen geben. Swiatek hingegen qualifizierte sich fürs Viertelfinale. Die Polin besiegte nacheinander Lin Zhu, Sara Sorribes Tormo, Petra Martic und Belinda Bencic, bevor sie im Viertelfinale auf Elina Svitolina traf. Die Ukrainerin erwies sich als Stolperstein für die Weltranglistenerste, die nach rund drei Stunden Tennis ihrer Gegnerin gratulieren musste: 7:5, 6:7, 6:2. Die anderen Viertelfinalspiele gewannen Vondrousova (gegen Jessica Pegula), Jabeur (gegen Titelverteidigerin Rybakina) und Aryba Sabalenka (gegen Keys), sodass es im Halbfinale zu den Begegnungen Svitolina gegen Vondrousova und Jabeur gegen Sabalenka kam.

Das Duell zwischen Svitolina und Vondrousova war etwas ganz Besonderes. Beide Spielerinnen waren in Wimbledon 2023 ungesetzt, was bedeutete, dass die Siegerin dieses Matches die erste ungesetzte Finalistin in Wimbledon seit der Open Era werden würde. Das Match war allerdings nicht so spannend, wie man es im Vorfeld erwartet hatte. Svitolina hatte vermutlich in ihrem Match gegen Swiatek einige ihrer Kräfte verbraucht und konnte daher nicht den nötigen Widerstand leisten (6:3, 6:3), wodurch Vondrousova sich für das Wimbledon-Finale 2023 qualifizieren konnte. Ihre Finalgegnerin war Jabeur, die die an Nummer zwei gesetzte Sabalenka in drei Sätzen (6:7, 6:4, 6:3) souverän besiegt hatte. Für die Tunesierin war es das dritte Grand-Slam-Finale, während es für Vondrousova das zweite Grand-Slam-Finale seit den French Open (2019) war.

Vondrousova besiegt Jabeur im Finale von Wimbledon 2023

Eines war sicher: Das Wimbledon-Finale 2023 zwischen Vondrousova (WTA-42) und Jabeur (WTA-6) würde eine Siegerin hervorbringen, die noch nie einen Grand-Slam-Titel gewonnen hatte. Obwohl sowohl die Tschechin als auch die Tunesierin bereits in einem Grand-Slam-Finale standen, hatte keine von ihnen den Titel holen können. Das Finale schien zunächst zugunsten von Jabeur zu verlaufen, die schnell mit 4:2 in Führung ging. Doch ab diesem Moment wendete sich das Blatt komplett, und kurz darauf sicherte sich Vondrousova den ersten Satz mit 6:4. Das setzte Jabeur sichtlich zu, die mit der Favoritenrolle sichtlich überfordert war und gleich im ersten Spiel des zweiten Satzes ihren Aufschlag abgeben musste. Die Weltranglistensechste ging daraufhin mit 3:1 in Führung, doch auch diesen Vorsprung konnte Jabeur nicht halten. Doch wieder einmal war es Vondrousova, die am Ende des Satzes die Oberhand behielt, und mit ihrem zweiten Matchball beim Stand von 5:4 entschied sie das Wimbledon-Finale 2023 und sicherte sich damit den ersten Grand-Slam-Titel ihrer Karriere.

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