Wie funktioniert ein Tie-Break im Tennis?
Ein Tie-Break: Wer sich intensiv mit Tennis beschäftigt, hat sicher schon davon gehört, doch es ist nicht abwegig, dass man die Tie-Break-Regeln nicht im Detail kennt. Das ist auch nicht verwunderlich, denn ein Tie-Break kommt nicht in jedem Match vor, und zudem unterscheiden sich die Regeln und die Zählweise deutlich von den normalen Spielen innerhalb einer Tennispartie. Sjeng Sports gibt Ihnen daher im Folgenden eine ausführliche Erklärung, damit Sie beim nächsten Mal genau wissen, wie ein Tie-Break funktioniert und Sie diesen problemlos spielen können!
Tie-Break-Regeln
Zuerst erklären wir Ihnen, wann im Tennis ein Tie-Break gespielt wird. Wenn beide Spieler in einem Satz sechs Spiele gewonnen haben und es somit 6:6 steht, folgt ein Tie-Break. Ab diesem Moment läuft alles völlig anders als in den zwölf Spielen zuvor. Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass die Zählweise anders ist. Statt 15, 30, 40 usw. wird nun mit 1, 2, 3 und so weiter gezählt. Natürlich beginnt der Tie-Break bei einem Stand von 0:0 und geht so lange, bis einer der beiden Spieler sieben Punkte erreicht hat. Beachten Sie jedoch: Sie haben erst gewonnen, wenn Sie zwei Punkte Vorsprung vor dem Gegner haben. Wenn es im Tie-Break 7:6 steht, müssen Sie also noch einen weiteren Punkt erzielen, um den Sieg tatsächlich einzufahren.
Auch das Aufschlagen während eines Tie-Breaks läuft anders als bei den „regulären“ Spielen. Bei einem Stand von 0:0 beginnt Spieler A mit dem Aufschlag von der rechten Seite. Nach nur einem Punkt ist Spieler B, der Gegner, an der Reihe. Dieser beginnt von links und schlägt anschließend von rechts auf. Danach macht Spieler A wieder dasselbe, und so weiter. Dies geht so lange weiter, bis der Tie-Break beendet ist und der Satz somit mit 7:6 an Spieler A oder B geht. Übrigens schreiben die Tie-Break-Regeln vor, dass man auch gelegentlich, wie während des restlichen Spiels, die Seite wechselt. Sowohl beim „normalen“ Tie-Break als auch beim Match-Tie-Break geschieht dies alle sechs Punkte, also nach 6, 12, 18 Punkten usw. Übrigens gibt es auch Turniere, bei denen das Match statt eines Entscheidungssatzes mit einem sogenannten Match-Tie-Break entschieden wird. Dieser Match-Tie-Break wird nach denselben Regeln wie ein normaler Tie-Break gespielt, allerdings geht diese „Version“ bis zehn Gewinnpunkte.
Der längste Tie-Break aller Zeiten
Nachdem Sie nun die wichtigsten Tie-Break-Regeln kennen, sind ein paar Fakten dazu vielleicht interessant. In manchen Fällen, insbesondere aufgrund der Tatsache, dass man mit zwei Punkten Unterschied gewinnen muss, kann es sehr lange dauern, bis ein Tie-Break beendet ist. So gab es 1985 in Wimbledon einen Tie-Break, der mit 26:24 endete. Dies geschah während des Herrendoppel-Matches zwischen den Duos Jan Gunnarson / Michael Mortensen und John Frawley / Victor Pecci. Auch bei den Damen gibt es hin und wieder Ausreißer, was die Dauer eines Tie-Breaks betrifft. Während der zweiten Runde des WTA-Turniers in Madrid im Jahr 1999 endete der Tie-Break im Match zwischen Tara Snyder und Emanuelle Gagliardi beispielsweise 21:19. Ein weiteres Beispiel für einen langen Tie-Break in Wimbledon datiert aus dem Jahr 1973. Björn Borg besiegte Premjit Lall aus Indien im Tie-Break mit 20:18.
Wenn alles gut geht, sind Sie nun bestens darüber informiert, wie man einen Tie-Break spielt. Haben Sie dennoch Sorge, dass Sie die Regeln auf dem Platz nicht ganz beherrschen, wenn es so weit ist, dass Sie selbst einen Tie-Break oder einen Match-Tie-Break spielen? Kein Problem, denn meistens kommt man gemeinsam mit dem Gegner zu einer Einigung. Sollte dieser es auch nicht wissen, ist immer jemand anwesend, der Ihnen helfen kann, wie zum Beispiel jemand von der Turnierkommission oder der Turnierleitung.
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