Jannik Sinner zeigte bei den Cincinnati Open, dass er rechtzeitig für die US Open in Topform ist. Der italienische Weltranglistenerste gewann das Finale souverän gegen Frances Tiafoe, der überraschend ebenfalls im Finale stand – und das in seinem Heimatland. Der Sieg fiel mit 7:6, 6:2 aus. Beim Damenturnier der Cincinnati Masters sicherte sich Aryna Sabalenka den Titel. Die Belarussin bezwang Jessica Pegula, die bereits eine Woche zuvor das Turnier in Toronto gewonnen hatte und erneut das Finale erreichte. Sabalenka, die in Cincinnati an Nummer drei gesetzt war, gewann das Finale in etwas mehr als einer Stunde mit 6:3, 7:5. 

Griekspoor schied frühzeitig aus. 

Für den einzigen Niederländer, der am Cincinnati Masters teilnahm, war das Turnier schnell vorbei. Tallon Griekspoor verlor in der ersten Runde gegen den Amerikaner Alex Michelsen. Griekspoor kämpfte sich nach einem schwachen ersten Satz beeindruckend zurück, konnte dieses Niveau im dritten Satz aber nicht halten. Flavio Cobolli war überraschend stark für Tommy Paul, und auch Sebastian Korda, der erst wenige Wochen zuvor das Turnier in Washington gewonnen hatte, schied in der ersten Runde aus. Dasselbe galt für Alexei Popyrin. Der Australier, der kurz vor dem Cincinnati Masters mit seinem Sieg bei den Toronto Open für eine Überraschung gesorgt hatte , verlor gegen den Franzosen Gaël Monfils. 

Wer dachte, Monfils hätte mit diesem Sieg sein ganzes Potenzial ausgeschöpft, irrte sich. In der zweiten Runde gelang ihm die größte Überraschung des Turniers, indem er Carlos Alcaraz besiegte. Nach einem kräftezehrenden zweieinhalbstündigen Match ging der Franzose als Sieger hervor. Die zweite Runde erwies sich für viele Topspieler beim Tennisturnier in Cincinnati als Stolperstein. Grigor Dimitrov unterlag Fabian Marozsan, Stefanos Tsitsipas verlor gegen Jack Draper, und zu allem Überfluss war Jiri Lehecka zu stark für Daniil Medvedev . 

 

Turnierende für Gauff und Rybakina 

Auch für viele Topspielerinnen erwies sich die zweite Runde als Enttäuschung. Coco Gauff, die in Cincinnati an Position zwei gesetzte Spielerin, verlor gegen Yulia Putintseva, und die an Position vier gesetzte Elena Rybakina unterlag Leylah Fernandez. Auch für Jelena Ostapenko war das Turnier frühzeitig beendet. Die Lettin, die den ersten Satz souverän mit 6:2 gewann, musste anschließend eine deutliche Niederlage gegen Elina Avanesyan einstecken. Andere Topspielerinnen des Turniers, wie Sabalenka, Mirra Andreeva, Jasmine Paolini und natürlich Iga Swiatek, erreichten die nächste Runde ohne größere Probleme. 

Die dritte Runde, das Achtelfinale, brachte sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen wenige Überraschungen. Sinner hatte dank der Aufgabe von Jordan Thompson leichtes Spiel, und Spieler wie Andrey Rublev, Alexander Zverev und Ben Shelton setzten sich in zwei Sätzen gegen ihre Gegner durch. Für Monfils bedeutete das Achtelfinale das Aus. Obwohl er den ersten Satz gegen Holger Rune gewann, musste er sich dem jungen Dänen schließlich geschlagen geben. Draper, Tiafoe und Hubert Hurkacz erreichten ebenfalls das Viertelfinale, während das Damenturnier mit dem Duell zwischen Andreeva und Paolini bereits ein echtes Highlight bot. Andreeva ging schließlich in drei Sätzen als Siegerin hervor. 

 

Spannende Dreisatzspiele 

Bei den Viertelfinalspielen der Cincinnati Open gab es einige packende Partien. Sowohl das Match zwischen Sinner und Rublev als auch die Begegnung zwischen Zverev und Shelton gingen über drei Sätze, wobei Sinner und Zverev schließlich die Oberhand behielten. Auf der anderen Seite des Turnierbaums besiegte Rune Draper souverän, während Hurkacz gegen Tiafoe aufgeben musste. Im Damenfeld gewannen Sabalenka und Swiatek gegen Liudmila Samsonova bzw. Andreeva. Paula Badosa setzte sich gegen Anastasia Pavlyuchenkova durch, und auch das Duell zwischen Pegula und Fernandez entwickelte sich zu einem dreistündigen Krimi, den Pegula schließlich für sich entschied.  

Dies führte dazu, dass im Herren-Halbfinale Sinner gegen Zverev und Tiafoe gegen Rune standen, während im Damen-Halbfinale Sabalenka gegen Swiatek und Badosa gegen Pegula antraten. Das Duell zwischen Zverev und Sinner erwies sich als das spannendste und dauerte weit über drei Stunden, bis der Italiener die Entscheidung schließlich für sich entscheiden konnte. Im Finale traf er auf den überraschend starken Tiafoe, der zwar den ersten Satz gegen Rune verlor, sich dann aber zurückkämpfte und sich so den Finaleinzug sicherte. Bei den Damen gelang es Sabalenka, die topgesetzte Swiatek auszuschalten, während Pegula ihr Match gegen Badosa gewann. 

 

Siege für Sinner und Sabalenka 

Tiafoe konnte im ersten Satz des Finales beeindruckend mit Sinner mithalten, musste sich im Tiebreak aber dem jungen Italiener geschlagen geben. Im zweiten Satz ging es dann rasant zu: Sinner sicherte sich schnell zwei Breaks und gewann mit seinem vierten Matchball zum ersten Mal in seiner Karriere das ATP-Turnier in Cincinnati. Bei den Damen ging der Titel, wie bereits erwähnt, an Sabalenka. Auch für sie war es der erste Sieg beim Cincinnati Masters. Pegula kämpfte lange, musste sich aber letztendlich mit 6:3, 7:5 geschlagen geben. 

 

Gewinner der Cincinnati Open 2024
Herren-Einzel: Jannik Sinner
Damen-Einzel: Aryna Sabalenka
Herren-Doppel: Marcelo Arevalo und Mate Pavic
Damendoppel: Asia Muhammad und Erin Routliffe 


 

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