Wie jedes Jahr gelang es Turnierdirektor Richard Krajicek erneut, ein beeindruckendes Teilnehmerfeld für die ABN Amro Open Rotterdam 2023 zu präsentieren. Mit Botic van de Zandschulp, Tallon Griekspoor, Tim van Rijthoven und Gijs Brouwer standen nicht nur vier niederländische Spieler im Hauptfeld; darüber hinaus kamen nicht weniger als acht Spieler aus den Top 15 der Weltrangliste nach Ahoy, um dem niederländischen Publikum wieder einmal Tennisspiele der Spitzenklasse zu bieten.
Stefanos Tsitsipas und Andrey Rublev waren beispielsweise an Position eins und zwei gesetzt, und auch Daniil Medvedev, Holger Rune, Jannik Sinner, Alexander Zverev, Hubert Hurkacz und Titelverteidiger Felix Auger-Aliassime gehörten zum Teilnehmerfeld. Hinzu kamen Veteranen wie Stan Wawrinka, Roberto Bautista-Agut und Richard Gasquet sowie Publikumslieblinge wie Grigor Dimitrov und Alexander Bublik – schon jetzt ist ein Turnier zum Genießen garantiert. Dass Spieler wie Sinner und Alex de Minaur nicht zu den gesetzten Spielern gehörten, unterstreicht die außergewöhnliche Stärke des Teilnehmerfelds.
Highlights der ABN Amro Open Rotterdam 2023
Es war zweifellos ein Turnier zum Genießen, und das war nicht zuletzt den Leistungen der niederländischen Spieler zu verdanken. Während Van Rijthoven nach einer Dreisatzniederlage gegen den Amerikaner Maxime Cressy leider bereits in der ersten Runde ausschied, erreichten Van de Zandschulp, Griekspoor und Brouwer die zweite Runde. Dort waren sie für Quentin Halys, Mikael Ymer und Marc-Andrea Huesler zu stark. David Goffin wird die ABN Amro Open Rotterdam 2023 wohl nicht in guter Erinnerung behalten. Unser belgischer Nachbar schied in zwei Sätzen gegen den Qualifikanten Grégoire Barrère (6:0/7:6) aus.
Die zweite Runde war für die niederländischen Fans ein wahrer Genuss. Van de Zandschulp musste nach einer 2:6, 2:6-Niederlage gegen Medvedev leider den Platz verlassen, doch für Griekspoor und Brouwer war es ein Match, das sie so schnell nicht vergessen werden. Griekspoor, der wenige Wochen vor den ABN Amro Open Rotterdam 2023 in Pune seinen ersten ATP-Titel gewann, traf auf den deutschen Topspieler Zverev. Er verlor den ersten Satz mit 4:6, kämpfte sich aber mit einem fulminanten Comeback – er gewann schließlich mit 4:6, 6:3, 6:4 – ins Viertelfinale der 50. Auflage der ABN Amro Open in Rotterdam ein.
Brouwer gelingt Überraschungssieg gegen Rune
Griekspoors Sieg über Zverev galt bereits als riesige Überraschung, doch Brouwer setzte dem Ganzen noch die Krone auf. Der damals auf Platz 160 der Weltrangliste stehende Brouwer traf auf Rune, den Dänen, der zu diesem Zeitpunkt die Nummer neun der Welt war. Brouwer beeindruckte von Beginn an und blieb unter allen Umständen eiskalt, während Rune sichtlich genervt von den Zuschauern in der Ahoy Arena war. Der erste Satz ging überraschenderweise mit 6:4 an den Niederländer, und als es im zweiten Satz bereits 4:0 für Brouwer stand, gab Rune auf, und der Weltranglisten-160. zog ins Viertelfinale ein. Dort traf er auf Griekspoor, womit feststand, dass ein Niederländer im Halbfinale der ABN Amro Open Rotterdam 2023 stehen würde. Dieses Spiel ging mit 6:4/6:4 an Griekspoor, der anschließend im Halbfinale knapp gegen das italienische Talent Sinner verlor (7:5/7:6).
ABN Amro Open Rotterdam 2023 Finale
So erreichte Sinner das Finale der ABN Amro Open Rotterdam 2023, wo er auf Daniil Medvedev traf. Dieser hatte zuvor Van de Zandschulp besiegt und im Viertelfinale auch den Titelverteidiger Auger-Aliassime sowie im Halbfinale Dimitrov ausgeschaltet. Vor den Augen zahlreicher Fans und unter anderem von König Willem-Alexander lieferten sich die beiden ein hochklassiges Finale. Während der erste Satz knapp an den 21-jährigen Italiener (7:5) ging, ließ Sinners Kraft im weiteren Verlauf des Matches nach. Medvedev knüpfte jedoch nahtlos an seine Leistung an, gewann sowohl den zweiten als auch den dritten Satz mit 6:2 und sicherte sich damit den Turniersieg. Auf diese Weise wurde Medvedev bei seiner fünften Teilnahme zum ersten Mal Titelträger der ABN Amro Open Rotterdam 2023.
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