Die BNL d'Italia gilt traditionell als letztes großes Vorbereitungsturnier für die French Open , was sich auch im Teilnehmerfeld widerspiegelte. Die gesamte Weltrangliste der Top Ten war vertreten, darunter Novak Djokovic ( Weltranglistenerster und sechsmaliger Sieger in Rom) und Carlos Alcaraz (Weltranglistenzweiter und Gewinner der Madrid Open 2023). Auch die ehemaligen Sieger Alexander Zverev (2017) und Andy Murray (2016) waren dabei, und die Teilnehmerliste enthielt weitere ehemalige Finalisten wie Stefanos Tsitsipas und Diego Schwartzman. Rafael Nadal, der zehnmalige Sieger in Rom, musste verletzungsbedingt absagen, ebenso wie Matteo Berrettini.

Ursprünglich sollten zwei niederländische Tennisspieler für die BNL d'Italia 2023 antreten, doch Tallon Griekspoor musste einen Tag vor seinem Spiel gegen den Argentinier Sebastian Baez absagen. Griekspoor litt noch immer zu sehr unter seiner Verletzung und überließ seinen Platz daher dem Lucky Loser Alexander Shevchenko. Botic van de Zandschulp war der andere Niederländer, der an der BNL d'Italia 2023 teilnahm. Van de Zandschulp traf in seinem ersten Spiel auf Laslo Djere, konnte aber nicht zu seiner Bestform finden und musste sich seinem serbischen Gegner mit 6:2, 6:4 geschlagen geben.

Highlights der BNL d'Italia 2023

Neben Van de Zandschulp schieden jedoch auch einige andere gesetzte Spieler in der dritten Runde aus. Murray beispielsweise überstand die erste Runde nicht, nachdem er von Fabio Fognini besiegt worden war, und der Amerikaner Jeffrey John Wolf erwies sich in der zweiten Runde als zu stark für Hubert Hurkacz. Auch für Taylor Fritz bedeutete die zweite Runde das Aus. Der Weltranglistenneunte unterlag Yannick Hanfmann (ATP-101) deutlich mit 6:4, 6:1. Karen Khachanov und Roberto Bautista-Agut schieden ebenfalls in dieser Phase des Turniers aus. Der Russe verlor in drei Sätzen gegen Gregoire Barrere, während der Spanier gegen Marco Cecchinato (ATP-83) mit 6:2, 6:2 unterlag.

Die größte Überraschung des Turniers ereignete sich jedoch in der dritten Runde. Der 23-jährige Ungar Fabian Marozsan, der bisher einen Challenger-Titel gewonnen hat, spielte das Match seines Lebens und besiegte den Topfavoriten Alcaraz glatt in zwei Sätzen mit 6:3, 7:6. Alcaraz hatte 2023 bereits vier Titel geholt und hoffte, in Rom seinen fünften Sieg des Jahres einzufahren, doch Marozsan (ATP-135) machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Auch Djokovic hatte in der dritten Runde der BNL d'Italia 2023 einen schweren Stand. Der Serbe gab zwar einen Satz gegen Grigor Dimitrov ab, konnte aber letztendlich doch noch den Sieg erringen.

Bemerkenswerte Niederlagen für Sinner und Rublev

Maroszan gelang zwar in der dritten Runde ein überraschender Sieg gegen Alcaraz, doch nur eine Runde später war für ihn Schluss. Der Ungar gewann zwar den ersten Satz gegen Borna Coric, doch der Kroate kämpfte sich zurück und erreichte schließlich doch noch das Viertelfinale. Jannik Sinner und Andrey Rublev verpassten den Einzug ins Viertelfinale. Sinner unterlag überraschend Francisco Cerundolo, während Rublev – genau wie Fritz – gegen Hanfmann scheiterte. Andere Außenseiter im Kampf um den Titel in Rom, wie Medvedev (gegen Zverev), Tsitsipas (gegen Lorenzo Musetti) und Casper Ruud (gegen Djere), gewannen hingegen ihre Spiele und erreichten damit, genau wie Djokovic und Holger Rune, das Viertelfinale.

Im Viertelfinale erfüllten Medvedev, Tsitsipas und Ruud die Erwartungen und gewannen gegen Hanfmann, Coric bzw. Cerundulo. Für Djokovic hingegen verlief das Match anders. Die Nummer eins der Welt traf auf Rune und merkte bereits im ersten Satz (6:2 für Rune), dass es eine harte Nuss werden würde. Der Serbe kämpfte sich zurück und gewann den zweiten Satz mit 6:4, wodurch ein dritter und entscheidender Satz erzwungen wurde. In diesem Satz gelang Rune zweimal ein Break, wodurch er sofort mit 4:0 in Führung ging, die der Däne nicht mehr abgab.

BNL d'Italia Finale 2023

Rune konnte anschließend auch Ruud in drei Sätzen besiegen, während Medvedev sein Halbfinale gegen Tsitispas mit 7:5/7:5 gewann. Damit stand fest, dass das Finale der BNL d'Italia 2023 ein rein russisches Duell zwischen dem Russen und dem Dänen, den Nummern drei und sieben der Setzliste, wurde. Wie erwartet, entwickelte sich ein spannendes Match, das lange Zeit in beide Richtungen hätte kippen können. Medvedev gelang als Erster ein Break, und zwar im richtigen Moment, denn so sicherte er sich den Satz direkt mit 7:5. Im zweiten Satz folgten weitere Breaks, und Rune schien auf dem besten Weg zum Satzgewinn, doch Medvedev kämpfte sich nach einem 3:5-Rückstand zurück und gewann auch den zweiten Satz mit 7:5. Folglich ging der Sieg bei der BNL d'Italia an den Russen, was bemerkenswert war, da Medvedev zuvor noch keinen Titel auf Sand gewonnen hatte.

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