Die BNP Paribas Open, auch bekannt als Indian Wells, sind ein prestigeträchtiges ATP-1000-Turnier und ziehen daher stets ein außergewöhnlich starkes Teilnehmerfeld an. Folglich konnte auch die BNP Paribas Open 2023 wieder auf die Teilnahme eines Großteils der Weltelite zählen. Während die Größen Rafael Nadal (verletzungsbedingt) und Novak Djokovic (Einreiseverbot für die USA) fehlten, waren Topspieler wie Carlos Alcaraz, Stefanos Tsitsipas, Casper Ruud und Daniil Medvedev in Indian Wells vertreten. Zudem gehörten die Niederländer Botic van de Zandschulp und Tallon Griekspoor zu den Teilnehmern im Hauptfeld.

Sowohl Van de Zandschulp als auch Griekspoor erhielten in der ersten Runde ein Freilos und zogen somit direkt in die zweite Runde ein. Dort musste Van de Zandschulp jedoch unerwartet gegen seinen belarussischen Gegner Ilya Ivashka beim Stand von 7:5:3:2 aufgrund einer Knöchelverletzung aufgeben. Griekspoor gewann sein erstes Match gegen den Argentinier Guido Pella im Tiebreak mit 7:6:7:6 und traf anschließend direkt auf den topgesetzten Alcaraz. Obwohl Griekspoor tapfer kämpfte (7:6:6:3), musste er sich dem spanischen Ausnahmetalent nach zwei Sätzen geschlagen geben.

Highlights der BNP Paribas Open 2023

Abgesehen von Wu Tung-Lins (ATP-175) Sieg über Alexander Bublik (ATP-46) gab es in der ersten Runde wenige Überraschungen. Die zweite Runde verlief jedoch ganz anders. Alex de Minaur (ATP-18) unterlag dem Ungarn Marton Fucsovics (ATP-84), und der starke Matteo Berrettini schied gegen den Japaner Taro Daniel aus. Die größte Überraschung sorgte aber wohl der Australier Jordan Thompson. Er schaltete den Weltranglistendritten Stefanos Tsitsipas in drei Sätzen aus dem Turnier. Dass Thompson in diesem Match seine Kräfte verbraucht hatte, zeigte sich im darauffolgenden Spiel. In der dritten Runde schied er gegen den relativ unbekannten Alejandro Tabilo aus.

Die dritte Runde bedeutete auch für andere große Namen wie Andy Murray und Holger Rune das Aus. Murray unterlag im rein britischen Duell dem 21-jährigen Talent Jack Draper, während Rune gegen die Erfahrung von Stan Wawrinka in drei Sätzen scheiterte. Auch Casper Ruud schied in dieser Phase der BNP Paribas Open 2023 aus. Der Chilene Christian Garin, der normalerweise auf Sand seine besten Leistungen zeigt, erwies sich als zu stark und gewann 6:4/7:6. Da es im Achtelfinale keine weiteren nennenswerten Ergebnisse gab, erreichten Frances Tiafoe, Cameron Norrie, Medvedev, Alejandro Davidovich Fokina, Taylor Fritz, Jannik Sinner, Alcaraz und Felix Auger-Aliassime das Viertelfinale.

Tiafoe und Davidovich Fokina als größte Überraschung

Angesichts der Setzliste waren Tiafoe (Nr. 14) und Davidovich Fokina ( Nr. 23 ) die größten Überraschungen im Viertelfinale der BNP Paribas Open 2023. Fokina besiegte unter anderem Garin und Karen Khachanov, während Tiafoe sich gegen Marcos Giron und Jason Kubler als zu stark erwies. Für Davidovich Fokina war das Halbfinale aufgrund einer Niederlage gegen Medvedev zu schwierig, doch Tiafoe erreichte sogar die Runde der letzten Vier. Der Amerikaner besiegte Norrie in zwei Sätzen und zog damit neben Medvedev, Sinner und Alcaraz ins Halbfinale der BNP Paribas Open 2023 ein. Im Halbfinale setzte sich Alcaraz mit 7:6, 6:3 gegen Sinner durch, und Medvedev gewann gegen Tiafoe mit 7:5, 7:6. Somit standen sich Alcaraz und Medvedev im Finale gegenüber.

Finale der BNP Paribas Open 2023

Im Finale der BNP Paribas Open 2023 stand für Medvedev und Alcaraz viel auf dem Spiel. Für den Russen hätte ein Sieg in Indian Wells seinen vierten ATP-Titel des Jahres 2023 bedeutet, während Alcaraz mit einem Sieg die Weltranglistenführung übernommen hätte. Dies erwies sich als starke Motivation für den jungen Spanier, der von Beginn an ein perfektes Match spielte. Medvedev, der vor diesem Spiel nicht weniger als neunzehn Siege in Folge verbucht hatte, war fast die gesamte Partie über praktisch nicht präsent, und Alcaraz benötigte nur eine Stunde und zwölf Minuten, um den Sieg und damit den Titel bei den BNP Paribas Open 2023 zu sichern. Damit überholte er Djokovic in der ATP-Weltrangliste und durfte sich somit sofort wieder die Nummer eins der Welt nennen.

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